Westarctica ist die EINZIGE Nonprofit-Organisation der Welt, die sich ausschließlich der Westantarktis widmet.

Die Westantarktis ist eines der empfindlichsten Ökosysteme auf unserem Planeten, aber es gibt keine einzige Organisation, die sich der Erforschung und Erhaltung dieser riesigen, großartigen, desolaten Region verschrieben hat. Es fällt jeweils unter die politische Herrschaft einer Regierung, weswegen die Westantarktis keine Stimme in der internationalen Gemeinschaft hat.

 

Westarctica versucht dies zu ändern, indem es sich als "Anwalt" der westlichen Antarktis für die Welt einsetzt. Im Einklang mit unserer Mission haben wir uns als unabhängige Nation mit selbstgewählter Souveränität etabliert, frei von Beschränkungen oder Verpflichtungen anderer Länder.

UNSERE KAMPAGNEN

Globale Ökozidprävention

Umweltzerstörung, die vorsätzliche Zerstörung der natürlichen Umwelt, ist ein Thema, das in der westlichen Antarktis besonders wichtig ist. Westarctica unterstützt die Verhängung strenger straf- und zivilrechtlicher Strafen gegen Firmen, Staaten und Einzelpersonen, die die Ökosysteme der Erde durch vorsätzliche oder fahrlässige Handlungen zerstören. Ökozid ist ein Verbrechen gegen den Frieden, weil es zum Klimawandel beiträgt und Grausamkeiten wie Hunger, Dürre, erhöhten Meeresspiegel, Entwaldung und das Aussterben gefährdeter Arten verursacht.

 

Ökozid ist nicht nur ein Verbrechen gegen den Planeten, es ist ein Verbrechen gegen zukünftige Generationen. Nur durch internationale Zusammenarbeit können wir der mutwilligen Zerstörung und Ausbeutung natürlicher Ressourcen ein Ende bereiten. Als Mitglied der Abteilung für wirtschaftliche und soziale Angelegenheiten der Vereinten Nationen nahm Westarctica 2015 an Planungssitzungen zur Umsetzung der UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung im kommenden Jahrzehnt teil.

Erhalt und Überwachung des Eisschildes

Mit einem geschätzten Volumen von 2,2 Millionen km3 ist das Westantarktische Eisschild eines der größten Endlager für Süßwassereis der Welt. Und leider, verliert die Masse in einer alarmierenden Menge in Höhe von 121 Milliarden Tonnen pro Jahr! In den letzten zwanzig Jahren ist der Eisverlust um 75% gestiegen. Wenn die Eisdecke sich vollständig löst und in den Ozean rutschen würde, würde der globale Meeresspiegel um 4,8 Meter steigen, was katastrophale Bedingungen für Küstengebiete zur Folge hätte. Polareis-Experten beginnen gerade, dem Westantarktischen Eisschild erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken, aber wir glauben, dass mehr Maßnahmen erforderlich sind, bevor die Situation unumkehrbar wird.

 

Westarctica widmet sich Briefkampagnen, um Regierungen und Organisationen auf der ganzen Welt auf die schlimme Situation in der Westantarktis aufmerksam zu machen. Wir schlagen geeignete Handlungsoptionen vor und geben Hinweise für eine angemessene Programmfinanzierung, um den fortschreitenden Eisverlust besser überwachen zu können.

"Anwaltschaft" durch Besetzung

Obwohl die Westantarktis eine Fläche von 1.610.000 Quadratkilometer bedeckt, wurde sie von keiner souveränen Nation beansprucht. Infolgedessen fehlen die Vollzeitforschungsstationen, die in anderen Regionen des antarktischen Kontinents ständig besetzt sind. Dieser Mangel an permanenter Beschäftigung ist direkt verantwortlich für verminderte wissenschaftliche Aktivitäten in dem wohl ökologisch wichtigsten Ort der Welt.

 

Westarctica widmet sich seit seiner Gründung 2001 dem Aufbau und der Besetzung einer Forschungsstation auf dem antarktischen Kontinent. Sobald die Westantarktis eine ständige ganzjährige Bevölkerung hat, wird sie von der internationalen Gemeinschaft verstärktes Interesse und Ressourcen erhalten. Durch die Besetzung des Territoriums können wir unser Ziel erreichen, die Erhaltung und Bewahrung dieses kritischen Ökosystems zu unterstützen.

 

Im Jahr 2015 koordinierten wir zusammen mit Valery Lukin, dem Leiter der russischen Antarktisexpedition, die Genehmigung für Westarctica, ihre stillgelegte Russkaya-Forschungsstation in Cape Burks für eine zukünftige Expedition auf den Kontinent zu nutzen. Dies war ein großer Schritt vorwärts für unsere Kolonisierungsbemühungen sowie für unsere Partnerschaft mit internationalen antarktischen Organisationen.